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Urlaub in New Zealand 08.10.1999- 29.10.1999

1. Tag Freitag, 08.10.99

Endlich ist es soweit heute geht es ab ins Land der langen weißen Wolke, nach Neuseeland! Heute habe ich mich mit Steffen um zwölf Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof getroffen. Gemeinsam fuhren wir dann mit der S-Bahn weiter zum Flughafen. Am Airport angekommen ging erst mal die Sucherei nach dem richtigen Schalter von Air New Zealand zum einchecken los. Nach 20 minütlicher Suche hatten wir ihn gefunden und checkten ein. Als wir die Bordkarten und alles andere im Handgepäck verstaut hatten gingen wir erst mal noch was essen da wir noch etwas Zeit hatten bis unser Flieger startete. Nun war es endlich soweit unser Flug, NZ1 nach Auckland über Los Angeles, wurde aufgerufen. Wir hatten die größte Maschine von Air New Zealand, eine Boing 747-400. Der Flug war phantastisch was den Service und den Charme der Stewardessen anging, die Flugstrecke allerdings war.... doch recht lang..... und jetzt noch mal über 12 Stunden.....

2. Tag Samstag, 09.10.99

Also weiter geht’s...... nach dem wir am Flughafen in L.A erstmals über zwei Stunden im Transitraum verbrachten ging es zurück in die Maschine und wieder ab auf das Rollfeld. Dann kam die Nachricht vom Captain das wir erst noch auf ein freies Rollfeld geschleppt werden da momentan zuviel Betrieb auf dem Flughafen herrscht. Nachdem wir dann über eine dreiviertel Stunde bestimmt über den halben Flughafen von Los Angeles gefahren sind, uns drängte sich schon der Verdacht auf das wir nach Neuseeland fahren und nicht fliegen, erreichten wir das Rollfeld und hoben wieder ab. Also, dann werde ich mal wieder den Service hier in Anspruch nehmen, na dann Orangensaft ON!

3. Tag Sonntag, 10.10.99

ENDLICH!!! Nach 25 Stunden und 40 Minuten Flug landeten wir auf dem Auckland International Airport. Nachdem wir etwas müde und geschafft vom Flug, an Schlaf war kaum zu denken da es ständig irgendwelche Turbulenzen gab, unsere Koffer in Empfang genommen hatten ging es zur Office von Hertz um unser Auto abzuholen. Außerhalb des Flughafens erwarteten uns schon die ersten wärmenden Sonnenstrahlen unter dem wunderschönen klaren Himmel von Auckland. Nun hieß es nur noch das Auto finden, naja nach fast 40 Stunden ohne Schlaf kann es schonmal vorkommen das man zwei bis dreimal am Mietwagen vorbeiläuft.... Als wir die Koffer im Auto verstaut hatten, machten wir unsere ersten Erfahrungen mit dem Linksverkehr. Nach langsamer und vorsichtiger Fahrt erreichten wir unser Hotel Logan Park im Randbezirk von Auckland in der Campbell Road. Dann haben wir im Hotel eingecheckt und erstmal geduscht, was die Lebensgeister wieder etwas anregte. Nachdem wir uns dann noch etwas gestärkt hatten setzten wir uns wieder ins Auto und fuhren ins City Center, zur Queen Street der Haupteinkaufsstraße von Auckland. Nachdem wir uns in zwei bis zwanzig Straßen verfahren hatten, das muß an der Karte von Auckland gelegen haben; -), fanden wir doch noch ein Parkhaus am Mayoral Drive, direkt gegenüber der Upper Queen Street. Hier hatten wir schon die erste Herausforderung zu bewältigen.... wie funktionieren diese komischen Parkautomaten hier in Neuseeland? Eine Erklärung war keine angebracht also haben wir freundlicherweise erstmal ein paar Neuseeländer vorgelassen und haben erstmal alles aufmerksam studiert. OK jetzt hat’s geklappt wir haben unser Ticket! Dann ging es auf Entdeckungsreise durch Auckland.......

Gegen späten Nachmittag sind wir noch etwas aus Auckland rausgefahren nach Hermes Bay und haben unseren ersten Spaziergang am Tasmanischen Meer gemacht. Eine atemberaubende Aussicht, schwarzer feiner Sand, Palmen und die wunderschöne Skyline von Auckland mit dem berühmten Skytower der hoch über die Metropole ragt. Langsam wurde es schon dunkel und nach unserem ersten Neuseeländischen Sonnenuntergang fielen wir müde in unsere Betten.....

4. Tag Montag, 11.10.99

Heute morgen wurden wir durch das Lachen der Sonne geweckt und in aller Frühe brachen wir auf um die Drehorte zu suchen an denen XWP gedreht wurde. Zu aller erst besuchten wir den Muriwai Beach ein wunderschöner endlos langer schwarzer Sandstrand an dem die Schlußszene von Bitter Suite gedreht wurde. Einfach atemberaubend hier! Wir sind den Strand hinuntergelaufen bis uns ein Schild vor poisonous Spiders warnte, an der Stelle kehrten wir lieber wieder um. Danach fuhren wir weiter nach Bethells Valley, zum berühmten Bethells Beach. An diesem Strand, Bethells Beach hat auch feinen schwarzen Sand,  steht der riesige Felsen der im Xena Intro gezeigt wird und auf dem Xena steht und ihr Schwert schwingt. Hier war es phantastisch hier sind wir stundenlang im Meer gewesen. Wir konnten uns von dem Strand kaum losreißen doch wir wollten heute noch weiter zum Lake Wainamu. Den Weg zum See fanden wir recht schnell nur hörte dieser Weg nach ca. 500m auf und vor uns bauten sich riesige schwarze Sanddünen auf. Links neben uns floß der Waiti Stream, hier wurden die Wagenrennen Szenen zu Xena gedreht (Intro). Wir liefen erstmal zurück und schauten uns noch mal die Karte an und tatsächlich anscheinend mußte man über die Sanddünen um zum Lake zu kommen. Also los geht’s! Nach einem fast einstündigen Marsch durch die Sandwüste waren wir uns dann doch nicht mehr so sicher ob wir den richtigen Weg gewählt hatten, also beschlossen wir wieder runter zum Waiti Stream zu gehen und diesem zu folgen da er direkt in den See fließt. Nach einiger zeit erreichten wir dann den wunderschönen Lake Wainamu der in einem gigantischen Bergkessel schlummert. Die Aussicht auf den See war atemberaubend..... an diesem See wurde die Folge Fins, Femes And Gemes und eine Szene aus Sacrifice 2 gedreht. Den Rückweg wollten wir wieder über die Sanddünen versuchen da der Weg direkt am Waiti Stream doch recht lange dauert. Nach einigen hundert Metern sahen wir unsere Fußspuren, wie wir vor ein paar Stunden hinunter zum Fluß gelaufen waren. Da es schon sehr spät geworden war fuhren wir zurück nach Auckland ins Hotel und wünschten NZ zum zweiten Mal eine gute Nacht.

5. Tag Dienstag, 12.10.99

Und wieder erwartete uns ein wunderschöner Tag mit strahlender Sonne, also nichts wie gefrühstückt und ab auf Abenteuertour....

Heute besuchten wir Piha Beach mit seiner gigantischen Felsformation, dem Lion Rock, in der Mitte des Strandes. Auf den Lion Rock sind wir dann noch hinaufgeklettert und bestaunten erst einmal die phantastische Aussicht von dem Felsen in die Bucht hinunter. Beinahe wären wir nicht mehr ganz trocken an Land gekommen da die Flut langsam einsetzte und der Lion Rock doch in ziemlicher Entfernung zum Strand aus dem Meer ragt. Der Wind am Strand wurde immer stärker und das Wetter wurde auch immer schlechter also beschlossen wir zur nächsten Location zu fahren, nach Karekare. Karekare Beach hat einen wunderschönen weißen Sandstrand mit einer riesigen weißen Sanddüne in der Mitte des Beaches. Hinter der Sanddüne findet man Felsen mit vielen Höhlen und Schluchten. Auf der anderen Seite blickt man auf typisch neuseeländischen Busch. Zurück durch den Native Bush Walk schauten wir uns noch die Karekare Falls an. So etwas schönes habe ich noch nie gesehen, der Wasserfall stürzt aus ca. 30 Metern in die Tiefe und wird in einem kleinen Becken aufgefangen das umgeben von Felsen und Palmen ist. Das muß wohl der schönste Platz der Welt hier sein..... kein Wunder das hier auch Szenen zu Xena und Hercules gedreht wurden.

Nachdem wir uns nur schweren Herzens von diesem bezaubernden Fleckchen Erde verabschieden konnten fuhren wir zurück nach Auckland und schauten uns den Zoo mit dem speziellen Kiwi House an. Nur leider konnten wir keinen einzigen Kiwi in der Dunkelheit entdecken.... nach dem Zoobesuch machten wir noch einen kleinen Bummel durch das nächtliche Auckland.....

Ach ja kleiner Tipp am Rande, wenn Ihr Auckland besucht geht in Tony´s Steak & Seafood Restaurant, es liegt gegenüber dem Civic Theater, dort bekommt Ihr das beste Lammfillet Eures Lebens!!!

6. Tag Mittwoch, 13.10.99

In aller Frühe kitzelten uns wieder die ersten Sonnenstrahlen aus den Betten und wir machten uns auf den Weg zum Tamaki Drive zu Kelly Traltons Underwaterworld Museum. Die Tour begann mit einer beeindruckenden Fahrt in einem Shuttle in dem eine Antarktis Expedition simuliert wurde, gefolgt von einer Tour durch einen großen Aquariumkomplex in dem seltene Fische und Tiere die in Eismeeren oder nur in großer Tiefe leben. Dann der Höhepunkt des Komplexes, die Unterwasserröhre. Auf einem Laufband wurde man durch eine riesige Glasröhre unter Wasser an Haien und anderen imposanten Meerestieren vorbeigezogen. Wenn man sich etwas genauer ansehen wollte konnte man jederzeit das Laufband wieder verlassen und es in Ruhe auf sich wirken lassen. Dann folgte der Souvenirshop und das Fischrestaurant in dem wir uns erstmal stärkten. Jetzt wollten wir uns noch die Skyline von Auckland richtig anschauen, also beschlossen wir auf den Mt. Eden zu fahren, das ist ein kleiner, erloschener Vulkan der mitten in Auckland steht und auf dem ein Viewpoint eingerichtet wurde. Die Aussicht von hier oben war phantastisch. Bis ihn die Japaner stürmten...;-) Danach gingen wir noch gemütlich shoppen was essen und dann Postkarten schreiben.

7. Tag Donnerstag, 14.10.99

Heute standen wir etwas früher auf den heute hatten wir eine etwas größere Tour geplant. Es ging nach Whangarei, als wir die Stadt erreichten regnete es leider ganz leicht. Nach einem Rundgang durch die Straßen von Whangarei gemacht hatten und die Sehenswürdigkeiten angeschaut hatten besuchten wir die berühmten Whangarei Falls die 20m in die Tiefe fallen und über 14m breit sind. Danach ging es weiter in den KH Reed Memorial Kauri Park. Hier waren über 50 einheimische Baumarten zu bestaunen, darunter auch die riesigen Kauri Bäume die einen Stammdurchmesser von bis zu fünf Metern erreichen können. Hier auf dem Track haben wir auch einen kleinen Wasserfall entdeckt der sich 28,3m durch den Berg schlängelt, die Pukenui Falls. Unsere nächste Station waren die Pihui Falls die sehr abgelegen und versteckt in einer tiefen Schlucht liegen die man nur zu Fuß erreichen kann. Vorher muß man sich noch 6 km durch unbefestigte Straßen kämpfen, wir schafften es gerade noch die Falls mit den letzten Sonnenstrahlen zu erreichen. Als wir nach Auckland zurück fuhren beeindruckte uns die Skyline beim hineinfahren über den Highway so das wir beschlossen noch mal bei Nacht auf den erloschenen Vulkan Mt. Eden zu fahren. Und es hat sich mehr als gelohnt... uns stockte der Atem so wunderschön wie Auckland bei Nacht war.

8. Tag Freitag, 15.10.99

Heute standen wir ein bißchen früher auf, denn heute brachen wir auf nach Rotorua. Auf der Hälfte der Strecke veränderte sich die Landschaft zunehmend bis wir fast nur noch Berge und Vulkane sahen.  Hier und da machten wir ein paar Abstecher um uns die sagenhafte Landschaft anzuschauen. Kurz bevor wir Rotorua erreichten schlug uns schon starker Schwefelgeruch entgegen, also konnte es nicht mehr weit sein.... in Rotorua angekommen verstärkte sich der Schwefelgeruch noch, aber nach ein paar Stunden ist man dagegen immun. Jetzt mußten wir nur noch ein Motel für die Nacht finden. Als auch dieses nach etwas längerer Suche geschafft war schauten wir uns noch die Sehenswürdigkeiten der Stadt, unter anderem ein 212° C heißer Pool, an und fuhren an den Lake Rotorua raus. Dann war der Tag auch leider schon wieder vorbei....

9. Tag Samstag, 16.10.99

Heute standen wir schon um sechs Uhr auf da wir nach Wakathane fuhren um eine der Delphin Touren mit zu machen. Leider wurde uns in der Office mitgeteilt das die heutige Tour schon ausgebucht und unterwegs sei. Leider wurde auch nur eine Tour pro Tag veranstaltet. Also fuhren wir etwas geknickt zurück, schließlich hatten wir dadurch fast einen halben Tag verloren. Aber als wir Hell´s Gate erreichten war alles wieder vergessen... hier sahen wir unseren ersten aktiven Vulkansee, Mud Pools, dampfende und kochende Krater und sogar einen kleinen Geysir. Danach besuchten wir den Blue Lake der traumhaft schön in einen Vulkankrater eingebettet ist. Gleich dahinter öffnet sich ein grünes Tal in dem der Green Lake still schlummert, der wie schon der Name sagt durch sein sehr grünliches Wasser auffällt. Noch weiter hinten im Tal liegt der Lake Tarawera den wir auf dem Bush Walk um den See bestaunten. Danach besuchten wir das Buried Village, eine alte Siedlerstadt die auch sehr viele Maori Häuser beherbergt. Als kleine Zugabe entdeckten wir hier noch einen wunderschönen Wasserfall, den Tarawera Fall. Dann mußten wir uns auf den Rückweg machen den am Abend hatten wir die Tamaki Maori Village Tour gebucht. Um 18:30 Uhr wurden wir von einem Bus abgeholt und zum Maori Village 15 km weiter außerhalb von Rotorua gefahren. Dort wurde man traditionell von echten Maori empfangen und man erhielt interessante Einblicke in das frühere Leben der Einheimischen. Vor dem Hangi sahen wir noch ein Maori Konzert und einen Kriegstanz der Ureinwohner, danach wurde man zu seinem Tisch geführt wo das Hangi schon auf einen wartet. Es schmeckte doch ziemlich verraucht, kein Wunder wenn man bedenkt das es über vier Stunden in einem Erdofen gegart wird. Ehe wir uns versahen war schon fast Mitternacht und wir wurden leider schon wieder zurück in unser Motel gefahren....

10. Tag Sonntag, 17.10.99

Nachdem wir heute etwas später aufgestanden sind machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Waiotapu dem größten Thermalgebiet auf der Nordinsel in dem auch der atemberaubende Champagne Pool liegt. Hier an diesem Pool wurde auch der Vorspann zu Hercules gedreht. Über 30 riesige brodelndeVulkanseen, Geysire und Mud Pools beeindruckten uns hier in dieser phantastischen Thermal Area. Danach besuchten wir das Waimanga Vulcan Village mit den White Terraces die leider 1886 beim Ausbruch des Mt. Ruhapeu zerstört wurden. Das Village war unglaublich groß, zu Fuß brauchten wir fast sechs Stunden um alles zu sehen. Nach diesem Tag relaxten wir abends in Rotorua im Polonesyen Spa. Das ist ein Badehaus das sein heißes Wasser direkt aus dem gegenüber liegenden Vulkansee bekommt und das hier in acht unterschiedliche Becken fließt. Wir wurden durch Schilder noch darauf aufmerksam gemacht das wir mit dem Kopf nicht untertauchen sollten da sich im Vulkanwasser Parasiten befinden die sich durch die Nase irgendwie ins Gehirn fressen können. Da sich das nicht so gesund anhörte hielten wir uns besser auch daran. Die Becken hatten unterschiedliche Temperaturen, von 36°C bis zu 46°C. Letzteres war recht warm, man konnte sich darin kaum bewegen man schwitzte schon bei dem Gedanken an eine Bewegung. Nach zwei Stunden waren wir fix und fertig und eigentlich nicht wie geplant ausgeruht. Außerdem stinkt man sogar nach reichlich duschen und jeder Menge Duschgel noch ziemlich stark nach Schwefel.

11. Tag Montag, 18.10.99

Heute verließen wir Rotorua wieder und fuhren weiter nach Taupo. Dort angekommen hatten wir erstmal Probleme ein Hotel zu finden da die meisten ausgebucht oder viel zu teuer waren. Nach einer aufwendigen Suche fanden wir doch noch ein gutes Motel direkt im Zentrum der prächtigen Stadt Taupo. Nachdem wir eingecheckt und das Zimmer bezogen hatten machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Bungysprung. Als wir dort ankamen hatte ich schon ein recht mulmiges Gefühl in der Magengegend und als ich mir das ganze vom Sprungturm oben noch mal angesehen habe wurde es auch nicht sonderlich besser. Letztendlich habe ich mich doch noch auf die „Planke“ gewagt. Was soll ich sagen es ist Wahnsinn, absolut genial!!!! Der Sprung gibt einem einen gigantischen Adrenalinkick, einfach irre!!! Auf jeden Fall ist das alles auf Video und mit vielen Photos festgehalten. Nach diesem Adrenalinkick sind wir es etwas ruhiger angegangen und haben uns die Craters of the Moon, eine sehr große Area die an Mondkrater erinnert die auch sehr viel thermische Aktivität hat, es dampft aus allen Löchern und Kratern, einfach phantastisch! Nach dem Walk durch die Krater sind wir wieder zurück nach Taupo gefahren und haben uns die Stadt angeschaut...

Habe ich erwähnt das ich immer noch nach Schwefel dufte?

12. Tag Dienstag, 19.10.99

Nachdem wir heute wieder ausgeschlafen hatten machten wir uns auf den weg um Hidden Valley zu besuchen. Eine sehr gut versteckte Vulkanlandschaft mit einem traumhaften Ausblick und einer atemberaubenden Grotte die 80m in die Tiefe führt. Hidden Valley kann man nur mit einem Boot erreichen, das vermittelt einem schon das Gefühl in eine andere frühere Zeit zu fahren. Ein unglaubliches Gefühl...

Nachdem wir zurück auf dem Festland waren machten wir uns auf den Weg um auf den einzigen aktiven und höchsten Vulkan auf der Nordinsel zu fahren, auf den Mt. Ruhapeu. Je weiter wir in den Nationalpark fuhren und uns dem Vulkan näherten desto schlechter wurde das Wetter. Auf dem Weg durch den Park sahen wir unser erstes Kiwi Schild. Als wir auf fast 1700m waren konnten wir vor lauter Wolken und Regen kaum noch die Hand vor den Augen sehen also fuhren wir zurück nach Taupo...

Irgendwie haftet der Schwefelgeruch immer noch an mir.....

13. Tag Mittwoch, 20.10.99

Heute ging es weiter nach Napier, wir brauchten für die strecke recht lange da wir fast jede halbe Stunde anhielten um die wunderschöne Landschaft zu fotografieren die sich auf dieser Wegstrecke sehr oft verändert. Mal abgesehen von den Schafen die sind überall. In Napier angekommen suchten wir uns zuerst wieder ein Motel was diesmal recht schnell ging. Danach schauten wir uns die Stadt an und die wunderschöne Strandpromenade von Hawke´s Bay. Da wir noch ausreichend Zeit hatten, es war gerade erst kurz nach Mittag, machten wir uns auf den weg zu Cape Kidnappers um den Nistplatz der australischen Tölpel aufzusuchen. Auf dem Weg dahin sind wir dann noch zufällig auf eine Lucy Road gestoßen als wir auf einen Aussichtspunkt gefahren sind. Am Parkplatz angekommen haben wir aufmerksam die Regeln für den 8km Marsch entlang des Strandes gelesen die uns das finden und den Weg zum Cape erleichtern sollten. Nur hatten wir die Rechnung ohne die Gezeiten gemacht und so mußten wir nach 5km leider wieder umkehren da uns die Flut den Weg zum Cape Kidnappers abschnitt... also zurück nach Napier und noch gemütlich was essen...

14. Tag Donnerstag, 21.10.99

Heute fuhren wir in aller Frühe weiter nach Palmerston North und schauten uns die Stadt an, allerdings wurde das Stadtbild und die Stimmung durch Regen und ziemlich dichten Nebel getrübt und so fuhren wir gleich weiter nach Wanganui. Doch auch hier bot sich uns das gleiche Bild also ging es noch mal eine Station weiter nach New Plymouth wo uns endlich wieder Sonnenschein und herrliches Wetter erwartete. Wir suchten uns wieder ein Hotel und bummelten dann noch gemütlich durch den riesigen Ortskern der wunderschönen Stadt. Dann war der Tag auch leider schon vorbei...

15. Tag Freitag, 22.10.99

Heute ging es in aller Frühe zum zweithöchsten Vulkan auf der Nordinsel, zum Mt. Taranaki, der früher auch Mt. Egmont genannt wurde. Nach genauer Information über die Sicherheitshinweise und Wetterlage nahmen wir den „Round the Mountain Track“, der uns bis auf 1976m, also bis zur Schneefallgrenze, bringen sollte in Angriff. Es ging los mit unzähligen Treppen, als wir diese gemeistert hatten waren wir gerade mal 400m hoch. Dann wanderten wir durch den Busch bis wir zum Felsplateau kamen das uns fast zur Umkehr gezwungen hätte da hier eine offene Stelle im Berg war an der der Wind stürmte. Rechts und links ging es steil abwärts und es war auch nichts befestigt wie auf der bisherigen Wegstrecke. Aber das Wetter meinte es gut mit uns, zumindest an dieser Stelle, und so eilten wir in ein paar ruhigeren Minuten über das Plateau in den Schutz der auf der anderen Seite gelegenen Felsen. Unser Weg schlängelte sich immer steiler werdend um den Vulkan, wir waren ca. 250m vor der Schneefallgrenze und es wurde immer felsiger und einen Weg hatten wir auch schon eine ganze Weile nicht mehr als plötzlich das Wetter umschlug. Es begann zu regnen und dichte Nebelschwaden erschwerten uns die Sicht. Uns beschlich ein ungutes Gefühl da es langsam auch fast schon dunkel wurde also stiegen wir wieder hinunter was bei dem Wetter nicht ganz so einfach war da alles rutschig und matschig gewesen war und hier und da der Boden nachgab. Müde und durchnäßt erreichten wir nach 11 Stunden wieder unseren Ausgangspunkt und fuhren erstmal ins Motel zurück um zu duschen... der Berg hatte uns besiegt...

Nachdem wir wieder nun wieder trocken waren fuhren wir noch zum See unterhalb des Taranaki in dem er sich bei gutem Wetter spiegeln soll. Aber da es schon dämmerte hat das nicht so ganz hingehauen aber die Aussicht über den See auf die schneebedeckten Gipfel des Vulkanes war im Sonnenuntergang atemberaubend...

16. Tag Samstag, 23.10.99

Nachdem wir heute wieder länger geschlafen hatten fuhren wir als erstes zu den Bells Falls, zumindest hatten wir das vor. Der Track führte uns zwar am Stoney River entlang doch weit und breit waren keine Falls zu hören oder zu sehen, nur Weiden und eine Rinderprämierung durch die der Track irgendwie mitten durch führte. Nach eineinhalb Stunden Wiesen Walk beschlossen wir wieder umzukehren da sich an der Landschaft nicht änderte und auch nirgends eine Vertiefung oder eine Erhöhung heraustat wo man die Fälle vermuten konnte. Also fuhren wir wieder zurück zum Mt. Taranaki und besuchten die Dawson Falls die auf der Ostseite hinabstürzen. Wieder reizte uns nach dem Besuch der Falls der erloschene Vulkan und da wir gestern gescheitert waren beschlossen wir es heute noch mal erneut zu versuchen. Gesagt getan nach zwei Stunden Native Bush Walk erreichten wir das erste Plateau. Wie wir bei der Ankunft feststellten hatte dieses Plateau einen Parkplatz, also mußte man irgendwie mit dem Auto hierherkommen. Toll....naja aber die wo hier hochfahren haben die Schönheit der Natur und des Weges nicht gesehen und die Wasserfälle die in der Mitte entspringen auch nicht. Also soweit so gut nach zweieinhalb weiteren Stunden die uns fast senkrecht den Vulkan hinaufführten hatten wir es geschafft. Die Schneegrenze war erreicht und wir hatten unser Ziel doch noch erreicht, nachdem wir einen Schneemann gebaut hatten und alles auf Celluloid gebannt hatten begannen wir langsam wieder mit dem Abstieg. Gerade als die Sonne unterging erreichten wir den Parkplatz wo unser Auto schon auf uns wartete...

17. Tag Sonntag, 24.10.99

Heute war es leider schon wieder an der Zeit New Plymouth zu verlassen und weiter nach Waitomo Caves zu fahren um die weltberühmten Waitomo Höhlen zu sehen. Rings um die Caves waren allerdings kaum bis keine freien Hotels oder Motels also mußten wir uns weiter weg was suchen und fanden zum Glück noch was in der nahegelegenen Stadt Otorohanga. Dann stärkten wir uns erstmal mit dem besten Burger den ich je gegessen habe. Nun ging es weiter in das Kiwihouse von Otorohanga in dem wir endlich unsere ersten Kiwis live erleben konnten. Wir hatten sogar das Glück bei einer Fütterung der drolligen Tiere dabei zu sein. Es war phantastisch!!! Nach dem Besuch im Kiwihouse wanderten wir noch ein Stückchen den Waitomo Bush Track, der sich irgendwie nach den ersten paar hundert Metern mehr als Wiesentrack herauskristallisierte. Nach einer Stunde Wiesen und Kühe kehrten wir auch hier wieder um da er außerdem direkt an einer Hauptstraße vorbei führte und weit und breit kein Bush zu sehen war durch dieser Track führen sollte. Also zurück ins Motel und noch ein paar Karten schreiben...

18. Tag Montag, 25.10.99

Heute standen wir früher auf um recht früh die Waitomo Höhlen besuchen zu können, da sich die Leute da fast gegenseitig erdrücken. Aber wir hatten Glück wir waren in der ersten Gruppe und was soll ich sagen es ist atemberaubend in der Waitomo Höhle. Tausende von Glühwürmchen hängen von der Decke und leuchten wie Sterne von der Höhlendecke herab, es war phantastisch! Danach besuchten wir noch die zweite Höhle die Aranui Caves die durch ihre Stalagmiten beeindrucken. Diese Tour war wahnsinnig interessant. Hier hatte es auch eine japanische Familie auf mich abgesehen. Ein Japaner kam zu mir her und meinte „Picture Picture“, na gut ich habe gedacht ich soll ein Bild von ihm machen. OK ist ja kein Problem nur als ich die Kamera nehmen wollte zog er sie zurück und meinte „NO NO“, dann schob er seine Tochter neben mich und brachte uns in seine Wunschposition vor einer Felsformation und knipste fleißig drauf los, danach folgte noch ein Familienphoto mit allen Mitgliedern auf dem ich irgendwie auch mit drauf sein sollte. Nach fast fünf Stunden Höhlentour beschlossen wir uns noch die Marokopa Falls anzuschauen die 35km hinter Waitomo Village den Berg herunterstürzen. Danach fuhren wir noch zum Kikirahea Beach. Dann war auch dieser Tag leider schon wieder vorbei...

19. Tag Dienstag 26.10.99

Heute fuhren wir zurück nach Auckland, waren von Otorohanga immerhin auch noch weit über 200km. Dort checkten wir noch mal in unser altes Hotel ein und bummelten den Rest vom Tag noch mal durch die Queen Street, die Haupteinkaufsmeile von Auckland. Nicht zu vergessen unser Besuch bei Planet Hollywood...

20. Tag Mittwoch, 27.10.99

Nachdem wir heute ausgeschlafen hatten machten wir uns auf den weg nach Freemans Bay, das Viertel in dem ROC wohnen soll. Gefunden haben wir sie allerdings nicht, allerdings weiß ich auch nicht ob wir im richtigen Viertel waren den es gibt zwei Freemans Bays in Auckland. Auf der anderen Seite ist das Stadt- und das gleichnamige Hafenviertel so wahnsinnig groß... Ach ja auf dem Weg dahin haben wir noch eine O´Connor Road gefunden...

21. Tag Donnerstag, 28.10.99

Heute waren wir den ganzen Tag in Auckland shoppen, ich glaube die müssen jetzt erst wieder die Souvenirshops auffüllen nach unserem Besuch...

22. Tag Freitag, 28.10.99

Heute ist es leider wieder soweit, unser Flug zurück nach Deutschland steht vor der Tür. In aller Frühe gaben wir unser Auto ab und fuhren mit dem Air Bus noch ein letztes Mal in die traumhafte Stadt, dort machten wir noch eine Stadtrundfahrt schauten uns alles noch mal an und mußten nach wenigen Stunden auch leider schon wieder zurück zum Flughafen. Viel zu schreiben gibt es leider nicht mehr... eines noch vielleicht, auf dem Rückflug konnten sie uns in Auckland die Bordkarte für Los Angeles nicht ausstellen da der Schalter in L.A. zu der Zeit anscheinend für den Flug noch nichts vergeben konnte. Also mußten wir in L.A. die Bordkarten besorgen was nicht ganz unproblematisch war da sich die Flughafenangestellte weigerte uns eine Bordkarte zu geben da sie kein Ticket mehr hatte. Nachdem ich ihr dann ewig erklärt hatte das das Ticket in Auckland ist und wir im System sein müßten stellte sie uns nach zwanzig Rückrufen mit Auckland und der Flughafenleitung doch noch die Bordkarten aus... so noch 11 Stunden Flug bis Frankfurt...

23. Tag Samstag, 29.10.99

So jetzt sind wir leider schon wieder daheim, nach 21 viel zu kurzen Tagen Urlaub auf der schönsten Insel der Welt.

Auf Wiedersehen Aotearoa! Wir sehen uns wieder, das ist sicher!

ENDE